feed-leitung

Zusätzliche Pferdchen und mehr Drehmoment.

feed-leitung

Beitragvon Uschi » Do 17 Dez, 2015 21:11

kann man den schlauch der oil-feed-leitung etwas üppiger ausfallen lassen, oder gibt das probleme? aus bestimmten gründen wäre es einfacher, wenn ich so zwischen 8 und 11mm schlauchinnendurchmesser verwenden könnte. rücklauf wird so um die 17-19mm, lader ist 08/15 bw-einfach, also nix mit kugellager oder so.
Benutzeravatar
Uschi
 

Re: feed-leitung

Beitragvon moloch-fighter » Fr 18 Dez, 2015 16:32

Da haste aber wieder nen Thema angefangen... Da scheiden sich echt die Geister. Viele (auch welche, die´n Plan haben) behaupten, dass sie stets ne Restriktion einbauen (teilweise sogar auf 1mm! runter) auch bei gleiteglagerten Ladern. Andere sagen, dass sie nur Restriktionen verbauen, wenn das Scheißding qualmt (vorrausgesetzt, der Rücklauf ist i.O.). Bei 1mm Restriktion hatte ich aber nur noch einen max. Öldruck von 1 bar in der Feedleitung gemessen. Bin daher bei kritischen Ladern, die gequlamt haben auf 1,3mm runtergegangen. Das waren dann immernoch gesunde 2 bar Öldruck, wenn ich mich recht erinnere. Z.B. als der China-Lader noch am Dragster dran war hat der bei harten Lastwechseln/Abtouren mächtige Rauchschwaden geschmissen. Die Entlüftung vom Catchtank hat da aber auch eine wichtige Rolle gespielt.
Da hin und wieder die Aussage von hinterherfahrenenden kam, dass der ein oder andere Turbo-Bock (Moloch und Bandit) beim Hahn zudrehen kurz qualmte, hab ich die Catchtank-Entlüftungen bei allen auf 8mm vergrößert.

In deinem Fall würde ich aus Neugier das erstmal mit dem Schlauch so lassen bzw. verbauen, um erstmal zu sehen ob´s qualmt. Auch wenn alles funktioniert und nichts qulamt, würde ich den Öldruck aber trotzdem noch über ne Restriktion verringern. Vielleicht im Bereich 1,5 - 2mm. Wenn´s qualmt, musste eh runter. Am besten sieht man das aufm Prüfstand.

Dein Rücklauf ist groß genug. Die Frage ist eher, ist der Lader hoch genug plaziert und wo am Motor gehste mit dem Rücklauf ran (?).
Benutzeravatar
moloch-fighter
 

Re: feed-leitung

Beitragvon Uschi » Fr 18 Dez, 2015 17:15

plan sieht so aus: ich will mit der feedleitung an den hauptölkanal gehen (da liegen laut WHB so um die 2-3 bar an) und von da aus dann zum lader. rücklauf geht seitlich an die ölwanne, so dass beim bremsen nix rein schiessen kann. erst einmal ohne pumpe. der lader wird wohl hoch genug sein, dass ich ohne pumpe auskommen könnte. will ich zumindest erst einmal so antesten, notfalls nachrüsten.
ich wollte für die feedleitung dash06 nehmen und mir den anschluss am lader selber drehen und hätte dort dann ggf. einen restriktor eingelassen, bzw. einfach einen entsprechend kleinen durchlass vorgesehen. mach dann auch mal :-) - dann reduziere ich den durchlass im flansch am anfang mal auf 2mm und nehm das als ausgangsbasis.
im betrieb wird sich dann ja zeigen, ob das so hinhaut. so ganz ohne restriktor (scheinen ja manche leute durchaus zu machen) erschien mir das in der kombi irgendwie ein bisschen heftig. denn durch den dicken schlauch kommt dann ja schon ordentlich was durchgeschossen. und weil ichs an der hauptader abzwiegen will, hab ich auch etwas angast, dass mir die menge/druck dann angerweitig fehlen könnte.
Benutzeravatar
Uschi
 

Re: feed-leitung

Beitragvon moloch-fighter » Fr 18 Dez, 2015 17:33

Was hastn du fürn Motor, dass der nur 2-3 bar Öldruck hat? Das wäre eigentlich i.O.. Da würde ich eiegtnlich nix mehr reduzieren. Alle gleitgelagerten Lader, die ich an der Bandit dran hatte (Chinesen und Garretts), funktionierten tadellos ohne Restriktion (D04 Leitung Feed) bei doppeltem Öldruck. Jetzt mit dem kugelgelagerten bin ich runter auf 0,9mm. Wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob das überhaupt nötig ist, denn der Einlasspinork vom Garrett hat auch nur eine kleine seitliche Bohrung, wo das Öl druch muss und die ist auch nicht größer als 1mm. Die gleitgelagerten ham i.d.R. auch ne recht kleiner Bohrung im Einlass (3mm?).
Benutzeravatar
moloch-fighter
 

Re: feed-leitung

Beitragvon der_hardenberger » Fr 18 Dez, 2015 19:29

Moin,

ich zapfe die Hauptleitung unterhalb der Zündung an. Wo eigentlich ein Stopfen der Ölgalerie für die KW ist. Dort ist der Durchmesser auf 1,3mm reduziert.
Wenn du da keine Reduktion drin hast wird es mit der Versorgung der KW Lager eng.

Gruß
Henning
Benutzeravatar
der_hardenberger
 

Re: feed-leitung

Beitragvon Uschi » Fr 18 Dez, 2015 23:30

das issn mischmaschn auf GpZ 9/11 basis als winterspielerei - im fernsehen läuft ja nix. was will man sonst schon großartig machen?!
ich hab jetzt mal diverse WHBs der verwandten serien gecheckt - und meinen plan geändert: der motor hat zwei ölpumpen - wobei die zweite normalerweise einen ölkühler, bzw. bei manchen modellen auch das getriebe bedient. bei mir pumpt die aber nur über eine externe leitung von einer ölwannennebenkammer saft in den hauptsumpf. wenn ich dort heran gehe, ist schonmal die gefahr, dass andere komponenten unertversorgt werden weg. wieviel von der suppe direkt oder durch den lader in die wanne wandert ist ja nun latte.

mal abgesehen davon und rein grundsätzlich: wenn ich einen restriktor in die leitung setzen würde, wäre das ja höchstens unnötig, aber niemals schädlich, oder?! dem lader reicht die schmiere, die sich durch so ein 2mm loch presst aus?! ist der lader selber nicht auch ein restrikor? ich kann mir kaum vorstellen, dass sich 500 liter die stunde an der kleinen welle vorbei pressen lassen.

gott, was mal wieder für ein drama wegen so einer einzelnen leitung. egal, was man bei den aufgeladenen kisten anfasst, jede schraube wird zur existenziellen angelegenheit mit tausend verschiedenen weltanschauungen. jehova!
Benutzeravatar
Uschi
 

Re: feed-leitung

Beitragvon moloch-fighter » Mo 21 Dez, 2015 00:40

Ist ganz schön viel Öldruck für son alten rollengelagerten Motor. Soll das bei 80°C sein?
Was son Lader an Öl nimmt ist eigentlich minimal und fällt fürn Motor nicht ins gewicht. Im zweifelsfall kannste immernoch den Öldruck messen mit und ohne Turbo. Ist doch keine große Sache.
Benutzeravatar
moloch-fighter
 

Re: feed-leitung

Beitragvon Uschi » Mo 21 Dez, 2015 20:50

bei 90 grad.
die kiste kannste mit suzukis nicht vergleichen. jede menge spritzöldüsen und semi trockensumpfprinzip. hat zwar auch zwei pumpen, aber nicht wie beim SACS, sondern beide gleicberechntigt. am zweiten kreis hängt wie gesagt je nach modell entweder mal ein ölkühler (rüste ich evtl. noch nach) oder das getriebe - bei meinem zwitter aber gar nix, pumpt nur zwischen den kammern der wanne hin- und her. deshalb will ich dort abzweigen. ist zudem auch der kürzeste weg zum lader.
Benutzeravatar
Uschi
 

Re: feed-leitung

Beitragvon der_hardenberger » Mo 21 Dez, 2015 23:53

GpZ 900 ist doch gleitgelagert.

Ja, die haben einige Spritzdüsen. Hatten die nicht mal Probleme mit dem 3. Zylinder?
Wenn du einen extra Kreislauf hast, schon mal überlegt von einem Kühler oberhalb das Öl durch den Lader zurückfließen zu lassen?
Benutzeravatar
der_hardenberger
 

Re: feed-leitung

Beitragvon moloch-fighter » Di 22 Dez, 2015 10:17

der_hardenberger hat geschrieben:GpZ 900 ist doch gleitgelagert.


…und dann nur 2-3 bar Öldruck??? Oder ist das bei 2000rpm gemessen? :?:

Ich kenn mich mit der Kawa-Rotze nich aus und je mehr ich darüber höre, desto weniger will ich das auch :roll:
Benutzeravatar
moloch-fighter
 

Re: feed-leitung

Beitragvon Uschi » Di 22 Dez, 2015 12:38

so ganz viel verpasste da auch nicht :-)

mal zurück zum thema, meine herren. wenn der lader selber nur sone geringe durchflussmenge "bietet", warum werden dann immer so derbe große rückflussdurchmesser verbaut? wenn ich eine 6mm zuleistung mit 2mm restriktor verbaue, wozu dann fast 20mm rückflussleitung?

ölkühler werde ich auf jeden fall ein bis zwei einbauen - wo genau ich den/die reinhänge entscheide ich aber erst, wenn die kreisläufe feststehen. ich hb da ein gutes halbes dutzend möglichkeiten. und ich muss auch ersteinmal schauen, wie es platztechnisch aufgeht. im moment steck' ich noch einer ganz anderen problematik (um mal werner zu zitieren)
Benutzeravatar
Uschi
 

Re: feed-leitung

Beitragvon moloch-fighter » Di 22 Dez, 2015 13:40

Wenn das Öl unterhalb des Öllevels zurückfließt (was bei nem Blow Through – Mopped i.d.R. der Falls ist), verdrängt das abfließende Öl nur langsam das bereits vorhandene Öl, erst recht, wenn das Öl kalt ist. Lässt du es überm Öllevel abfließen reichen auch 10mm. Das Loch in der Rumpfgruppe für den Rücklauf ist auch nur 13mm. Vergiss nicht, dass der Zulauf unter Druck steht und der Rücklauf „druckfrei“ (man berücksichtige die Viskosität des Öls) abfließen muss. Der Schlauchfitting von meiner Scavenge Pumpe hat auch nur 5mm Durchmesser.
Benutzeravatar
moloch-fighter
 

Re: feed-leitung

Beitragvon Uschi » Di 22 Dez, 2015 14:08

alles klar - ist also doch nicht so pauschal, wie es teilweise dargestellt wird, danke.

gibts eigentlich alternativen zu den expliziten scavenge-pumpen? (geht mir ausschliesslich um die elektrischen, mechanisch kommt nicht in frage.) die ausgewiesenen sind ja ziemliche klopper.
Benutzeravatar
Uschi
 

Re: feed-leitung

Beitragvon moloch-fighter » Di 22 Dez, 2015 14:31

Für mich kommen nur mechanische in Frage, gerade weil die elektr. so ne Klopper sind und machen auch noch Krach und sind voll nervig. Voll ätzend die Teile.... Turbo-Manne ist auch froh, wenn er ne mechanische dran hat.

Bei den mech. muss man halt sauber und präzise arbeiten, aber funkt. super. Sind schön klein, leise, zuverlässig, billig, verbrauchen keinen Strom und laufen nur, wenn du sie brauchst.
Benutzeravatar
moloch-fighter
 

Re: feed-leitung

Beitragvon max_turbin » Mi 23 Dez, 2015 18:47

Wenn du wirklich auf elektrische stehst,
solltest du hier schaun, der hat schon mit
Turbo Bikes gespielt da sind die meisten
noch im Kinderwagen gelegen.
https://www.rbracing-rsr.com/oilsystems.htm

Gruss
Benutzeravatar
max_turbin
 

Nächste

Zurück zu Tuning: Bigbore, Stroker, NOS, Turbo und Kompressor